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Worte sind wie kleine Kakerlakenkinder

sie huschen plötzlich nur vorbei

meiden das Licht, und doch

einmal gesehen, einmal gehört,

können sie nicht vergessen werden.

Verstecken sich in den kleinsten Schlupflöchern des Verstandes

und sind doch allgegenwärtig.

Sie wiederzufinden und zur Strecke zu bringen

kostet viele durchwachte Nächte.

22.3.14 15:57


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Worte sind nichts als Krücken

trotz ihres Gebrauchs humpelt ein jeder Mensche ungeschickt

durch das Labyrinth seiner und fremder Innen.welten

Die meinen erscheinen besonders altmodisch, sperrig, anachronistisch geradezu

Überhaupt - der Sturz aus der Zeit hinein in sich Selbst

das Fass entbehrt einen Boden, schlimmer noch:

entbehrt einen Grund

So stürzt Ihr euch mit mir hinein in das Gefecht, Krücke gegen Krücke

En garde!

Und Kämpfer fallen, um sich nicht mehr zu erheben

und Kämpfer verlieren ihren Kopf und doch,

auch kopflos lassen sich Schlachten schlagen, umso 

erbarmungsloser

Gnade den Siegern dieses Krieges

jedes Podest hat nur Platz für einen Menschen,

einen ganz -  allein

meine Krücken - zu unhandlich, die Zeit - zu tief

 

19.9.12 02:47


Sehnsucht durchströmt den Geist mit all seinen unbekannten Winkeln

irgendwo dort, irgendwann damals,

zwischen herzkranken Schweinen, Testosterondampf und Blut

unter dem Duft der Apfelblüten, geborgen im Gras

Dein Atem und die Seide Deiner Haut

hab ich verloren.

Irgendwo dort, irgendwann damals

ertrank das Kind in Deinen Augen

"Traurigkeitsintoxikation" würde das Marsmädchen sagen

unser Seelenkreislauf verbunden

tropf tropf tropf das Gift Deiner Angst

Sehnsucht,

zu schwimmen durch das Meer Deiner Iris

Sehnsucht,

Dich hassen zu dürfen

Endlich endlich endlich

Dir in's Gesicht zu schlagen

Damals, irgendwann

dort, irgendwo...

mein Engel. Mein Seelenhenker.

Hexenkind und Liebesfee.

Wo soll ich Dich suchen?

Und wer wirst Du sein, wenn ich Dich find'?

27.6.12 14:25


Ein Blick zurück,

ein Blick zurück auf Katastrophe und Katharsis

ein Blick nach vorn,

ein Blick auf Katatstrophe und Katharsis

ein Blick durch einen Schleier

einen Schleier aus Bier, Tavor, Narkose

ein Blick durch ein Kaleidoskop

ein Kaleidoskop aus tausend Augen

tausend und eine Nacht erschufen tausend und ein Auge

um das undurchdringliche Dunkel zu durchdringen mit bloßem

AugenLicht

aus tausendundeins Augen, deren Pupillen sich weiten

(Entsetzen) bis sie Scheinwerfern gleichen

geblendet vom sanften Licht der Intensivstation

dröhnt monotones Piepen in meinen Ohren

es ist mein Herz, das piept, wie ein junger Vogel

aus dem Nest gefallen und in letzter Sekunde geborgen

Ein mildes, gleichmäßiges, maschinelles Rauschen

ein Meer aus Sauerstoff mit Ebbe und Flut in meinen Lungen

ein kleiner Monitor ist der Mond, der den Gezeiten befiehlt

Ein falscher Mond! "Falsch, falsch", schrei ich euch in's Gesicht:

"ICH bin der Mond! ICH bestimme über Ebbe und Flut meines Lungenmeeres!"

Aber unter Wasser könnt ihr mich nicht hören

 Ertrunken mit einer Sauerstoffflasche IN meinem Hals

die jeden Ton im Keim erstickt

treibe ich langsam der Wasseroberfläche entgegen

entgegen meinen Willen

mein erster Atemzug - ein müder Seufzer

9.5.12 18:54


Dein Abglanz blendet mich

ich sehe keine Zukunft

im Gegenlicht unserer Vergangenheit

Im Auge des Sturms schimmert immer wieder

der Bernstein deiner Iris

 In seinen Facetten fängt sich der Schein

des lodernden Feuers

meiner Wut

Das Kind in Dir entkam

kauernd in einem Schützengraben beäugt es misstrauisch die Welt

Du nahmst uns jede Chance einander zu trösten

Wie groß muss deine Angst sein, gerettet zu werden

angesichts der Brutalität mit der du Ariadnes Faden,

der das Kind und mich verband,

zerSchnittst

Wie groß ist meine Sorge um den kleinen Jungen mit den Rehaugen

wie gigantisch ist mein Hass auf den Mann mit der eisernen Maske

9.5.12 18:38


Inmitten der Leere hebt ein Baum seine Äste gen Himmel

Grau fließt in weiß fließt in schwarz

ohrenbetäubende Stille

Vor Dir ausgestreckt liegt eine ganze Welt Dir zu Füßen

mit jedem Schritt sinkst Du ein Stück tiefer in Asche

ein Fetzen Stoff schützt die Atemwege, aber deine Augäpfel

haben das Schwarz längst in jede Pore gesogen

Aschfal

ist Dein Blick

der blaue Kristall am Himmel pocht sanft und stark vor Leben

seine Abwärme allein ist heißer als alles je gekannte

Sein Pochen wird Dein Herzschlag

sein Blinken und Glitzern der Takt Deiner Schritte

Seine Gezeiten - der Rhythmus Deines

Totentanzes

9.5.12 18:25


Und die Düsternis erscheint als wärmendes Zuhause.

Im Vollbesitz Deines dritten Auges blendet sie Dich -

- die Wahrheit

-die nicht existiert

Gäbe es Wahrheit, wäre es überflüssig

zu SEHEN

The Sign Of An Open Eye

Du fliehst  Dich selbst, Du fliehst das

All.

Dein Augenaufschlag 

schlug Dir in's Gesicht.

30.4.12 20:48


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